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Welcher Planet ist der heißeste im Sonnensystem?

·3 Min. Lesezeit·Leon Eikmeier

Welcher Planet ist der heißeste im Sonnensystem? Die meisten tippen sofort auf Merkur. Klingt logisch, er steht der Sonne am nächsten. Spoiler: falsch. Der heißeste Planet ist die Venus, und zwar mit großem Abstand. Auf ihrer Oberfläche herrschen rund 464 Grad Celsius, heiß genug, um Blei zu schmelzen. Merkur kommt nicht mal in die Nähe. Wie kann ein Planet, der fast doppelt so weit von der Sonne weg ist, deutlich heißer sein? Die Antwort steckt in der Atmosphäre. Wir zeigen dir, warum die Venus alle Rekorde bricht und warum dein Bauchgefühl hier danebenliegt.

Welcher Planet ist der heißeste, und wie heiß genau?

Der heißeste Planet im Sonnensystem ist die Venus. Ihre Oberfläche ist im Schnitt rund 464 Grad Celsius heiß, also etwa 867 Grad Fahrenheit. Diese Hitze ist überall gleich, Tag wie Nacht, am Pol wie am Äquator. Zum Vergleich: Blei schmilzt schon bei 327 Grad. Auf der Venus wärst du längst flüssig.

Warum Merkur nicht der heißeste Planet ist

Jetzt wird es komisch. Merkur steht der Sonne mit rund 58 Millionen Kilometern am nächsten. Die Venus ist fast doppelt so weit weg, etwa 108 Millionen Kilometer. Trotzdem ist die Venus deutlich heißer. Warum?

Weil Merkur fast keine Atmosphäre hat. Tagsüber wird seine Oberfläche bis zu 430 Grad heiß. Nachts fällt sie auf minus 180 Grad. Ohne Lufthülle gibt es nichts, das die Wärme festhält. Sie verpufft sofort ins All. Im Schnitt liegt Merkur deshalb nur bei etwa 167 Grad.

Wusstest du schon?

Auf dem Merkur kann es tagsüber 430 Grad heiß und nachts minus 180 Grad kalt werden. Das sind über 600 Grad Unterschied, weil dem Planeten die schützende Atmosphäre fehlt.

Der Treibhauseffekt, der außer Kontrolle gerät

Die Venus macht es genau andersrum. Ihre Atmosphäre besteht zu 96,5 Prozent aus Kohlendioxid. Der Druck an der Oberfläche ist rund 92 Mal so hoch wie auf der Erde. Das entspricht dem Druck in etwa 900 Metern Meerestiefe.

Diese dicke Hülle wirkt wie eine Decke. Sonnenlicht kommt durch und heizt den Boden auf. Die Wärme will zurück ins All, kommt aber nicht raus. Sie bleibt gefangen. Forscher nennen das einen außer Kontrolle geratenen Treibhauseffekt. Genau deshalb schauen sie sich die Venus als Warnung für die Erde an.

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Ein Tag auf der Venus dauert länger als ein Jahr

Noch ein Fakt, der dein Gehirn verknotet. Die Venus dreht sich so langsam, dass eine einzige Umdrehung rund 243 Erdtage dauert. Ihr Weg einmal um die Sonne, also ihr Jahr, dauert nur etwa 225 Erdtage. Ein Tag auf der Venus ist damit länger als ein Jahr. Und sie dreht sich rückwärts, die Sonne würde dort im Westen aufgehen.

Welcher Planet ist der heißeste im Sonnensystem?

Die Venus. Ihre Oberfläche ist im Schnitt rund 464 Grad Celsius heiß. Damit schlägt sie sogar Merkur, der näher an der Sonne steht. Die Hitze ist auf der Venus überall gleich, egal ob Tag oder Nacht.

Warum ist die Venus heißer als Merkur, obwohl Merkur näher an der Sonne ist?

Weil die Venus eine dichte Atmosphäre aus Kohlendioxid hat. Diese hält die Wärme fest wie eine Decke. Merkur hat fast keine Atmosphäre, deshalb verliert er seine Wärme sofort ins All.

Wie heiß ist es auf der Venus?

Im Schnitt rund 464 Grad Celsius, also etwa 867 Grad Fahrenheit. Das ist heiß genug, um Blei zu schmelzen. Die Temperatur ist überall auf dem Planeten fast gleich.

Wie heiß und wie kalt wird der Merkur?

Tagsüber wird Merkur bis zu 430 Grad Celsius heiß. Nachts fällt die Temperatur auf rund minus 180 Grad. Das ist ein Unterschied von über 600 Grad, weil dem Planeten eine schützende Atmosphäre fehlt.

Woraus besteht die Atmosphäre der Venus?

Zu 96,5 Prozent aus Kohlendioxid. Der Druck an der Oberfläche ist rund 92 Mal so hoch wie auf der Erde. Das entspricht etwa dem Druck in 900 Metern Meerestiefe.

Stimmt es, dass ein Tag auf der Venus länger ist als ein Jahr?

Ja. Eine Umdrehung der Venus dauert rund 243 Erdtage. Ein kompletter Umlauf um die Sonne, also ihr Jahr, dauert nur etwa 225 Erdtage. Ein Venustag ist also länger als ein Venusjahr.

Merk dir eins: Allein die Nähe zur Sonne entscheidet nicht über die Hitze. Die Atmosphäre macht den Unterschied. Deshalb ist die Venus mit 464 Grad der heißeste Planet, nicht der sonnennahe Merkur. Wenn du mehr solche Aha-Momente magst, lies, wie heiß die Sonne wirklich ist, oder wie weit der Mond entfernt ist.

Autor:in

Leon Eikmeier

Chefredakteur

Leon Eikmeier ist Gründer von Quiztimate und MetaOne. Er schreibt über kontraintuitive Fakten, Wissen und die Psychologie des Lernens.